{"id":245,"date":"2015-04-15T16:21:04","date_gmt":"2015-04-15T16:21:04","guid":{"rendered":"http:\/\/servicelist.de\/vgan\/?p=245"},"modified":"2017-09-11T11:12:32","modified_gmt":"2017-09-11T11:12:32","slug":"245","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/?p=245","title":{"rendered":"Strandbad"},"content":{"rendered":"<div data-carousel-extra='{\"blog_id\":1,\"permalink\":\"http:\\\/\\\/wp12584746.server-he.de\\\/?p=245\",\"likes_blog_id\":false}' id='gallery-1' class='gallery galleryid-245 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/wp12584746.server-he.de\/?attachment_id=246'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498934-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-attachment-id=\"246\" data-orig-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498934.jpg\" data-orig-size=\"800,565\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;keywords&quot;:&quot;Array&quot;}\" data-image-title=\"cache_2446498934\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498934-300x212.jpg\" data-large-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498934.jpg\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/wp12584746.server-he.de\/?attachment_id=247'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498935-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-attachment-id=\"247\" data-orig-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498935.jpg\" data-orig-size=\"314,150\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;keywords&quot;:&quot;Array&quot;}\" data-image-title=\"cache_2446498935\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498935-300x143.jpg\" data-large-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498935.jpg\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/wp12584746.server-he.de\/?attachment_id=248'><img width=\"150\" height=\"96\" src=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498936-150x96.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" data-attachment-id=\"248\" data-orig-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498936.jpg\" data-orig-size=\"211,96\" data-comments-opened=\"0\" data-image-meta=\"{&quot;aperture&quot;:&quot;0&quot;,&quot;credit&quot;:&quot;&quot;,&quot;camera&quot;:&quot;&quot;,&quot;caption&quot;:&quot;&quot;,&quot;created_timestamp&quot;:&quot;0&quot;,&quot;copyright&quot;:&quot;&quot;,&quot;focal_length&quot;:&quot;0&quot;,&quot;iso&quot;:&quot;0&quot;,&quot;shutter_speed&quot;:&quot;0&quot;,&quot;title&quot;:&quot;&quot;,&quot;orientation&quot;:&quot;0&quot;,&quot;keywords&quot;:&quot;Array&quot;}\" data-image-title=\"cache_2446498936\" data-image-description=\"\" data-medium-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498936.jpg\" data-large-file=\"http:\/\/wp12584746.server-he.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/cache_2446498936.jpg\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div><\/figure>\n\t\t<\/div>\n\n<p><strong>Das Neckarauer Strandbad \u2013 Der Mannheimer Lido<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Baden in Fl\u00fcssen war in Mannheim schon immer ein beliebtes Vergn\u00fcgen. Bereits 1778 verfasste der Mannheimer Arzt Dr. Franz Anton Mai ein \u201eSendschreiben\u201c \u00fcber den Gebrauch und Missbrauch der im Jahr zuvor offiziell gegr\u00fcndeten Mannheimer Rheinb\u00e4der.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb hat bereits 1912 der B\u00fcrgerausschuss den Bau des Strandbades angeregt. Prominentes Mitglied dieses B\u00fcrgerausschusses war damals beispielsweise Carl Reis. Gem\u00e4\u00df Stadtratsbeschluss vom 29.\u00a0Oktober 1925 wurde beschlossen, dass zwischen Kilometer 249 und 250 ein neuer Uferbau mit einer neuen Kronenbreite von 10 Meter aus Betonplatten erstellt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die wasserpolizeiliche Genehmigung wurde bereits im Fr\u00fchjahr 1921 eingereicht und im Juni 1923 erteilt. Die errechneten \u201e12.380 Tagwerke\u201c sollten als so genannte \u201ekleine Notstandsarbeit\u201c durch Erwerbslose geleistet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gepr\u00fcft wurden zuvor Fl\u00e4chen an Neckar und Rhein. Man hielt die Fl\u00e4che zwischen km 249 und 250 f\u00fcr geeignet, weil dort Kiesablagerungen, also klares Wasser, waren und die gr\u00f6\u00dfte Str\u00f6mung auf der gegen\u00fcberliegenden Seite des Ufers war. Die Entfernung zwischen den Endhaltestellen Lindenhof und Neckarau und dem geplanten Strandbad waren etwa 40 Gehminuten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Bildung des Badestrandes war so vorgesehen, dass der bestehende etwa 5 Meter \u00fcber Pegel liegende und nur mit Ufersteinen roh angelegten Uferbau zwischen Kilometer 249 und 250 abgetragen und an seiner Stelle ein neuer Uferbau erstellt wurde, der bei km 249 in einem flachen Bogen vom alten Bau abschwenkt, bei km 249,5 seine gr\u00f6\u00dfte Entfernung vom alten Bau mit 50 m erh\u00e4lt, um schlie\u00dflich bei km 250 wieder in den alten Uferbau einzum\u00fcnden. In der Mitte des Badestrandes sollte die Krone platzartig erweitert und durch einen 4\u00a0m breiten Weg mit dem verl\u00e4ngerten Franzosenweg verbunden werden. Das abfallende Ufer sollte treppenartig betoniert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach der Ansch\u00fcttung des neuen Uferbaues mit Kippwagen, wurde die dahinter liegende Fl\u00e4che bis 1928 um etwa 100 Meter platzartig zur\u00fcckgelegt und erweitert. Dazu musste die Fl\u00e4che mit sehr viel Material und Mutterboden von der Kollerinsel durch die Firmen Volz und Gebr. Kief aufgef\u00fcllt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es wird von rund 25.000 Personen im gleichen Jahr an einem hei\u00dfen Tag berichtet, die das Strandbad, meistens per Boot und Fahrrad, aufsuchten. Es gab in den Zwanzigern schon 2 Restaurants, \u00fcbriges privat finanziert, weil die Stadt sich nicht dazu in der Lage sah, unter denen sich die Umkleidekabinen, die jedes Jahr wieder neu eingebaut werden mussten, befanden. Entlang der Front zum Strom waren Verkaufsst\u00e4nde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die P\u00e4chter der beiden Strandbadrestaurants beschwerten sich gegen\u00fcber der Neuen Mannheimer Zeitung, dass in den Abendstunden nach Badeschluss das zahlungskr\u00e4ftige Publikum ferngehalten wird, weil kein Auto \u00fcber den Damm hinaus vordringen durfte. Man regte dann an, Autobusse der damaligen OEG durchzulassen. Durch den Waldpark wurde dann ein gesonderter Fahrradweg als Notstandarbeit geschaffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Ordnung wurde durch st\u00e4dtisches Aufsichtspersonal beobachtet. Diese hatten auch den Strand von allem Unrat zu s\u00e4ubern und die freiwillige Sanit\u00e4tskolonne Neckarau unter der Leitung von Dr. med. Sauer tat an Sonntagen und bei Hochbetrieb Dienst. Es kam auch immer wieder h\u00e4ufig nicht nur am Strandbad zu Badeunf\u00e4llen. In den Jahren 1927 bis 1936 werden in Mannheim 4.000 Lebensretter ausgebildet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es wurde immer wieder am Strandbad weitergebaut. Es wurde das hinter dem Bad liegende Rheinvorland weiter mit etwa 33.000m\u00b3 Auff\u00fcllboden und 7.000 m\u00b3 Mutterboden aufgef\u00fcllt. Der bis dahin noch nicht befestigte Dammweg wurde auf 10 Meter Breite mit Betonplatten befestigt. Die Einfriedungen wurden zur Verbreiterung der Liegewiesen weiter zur\u00fcckgesetzt. Es wurde mit \u201eNotstandsarbeiter-Tagwerken\u201c ein Teil der Kosten finanziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 12. Juni 1931 wurde die neue geteerte Autostra\u00dfe dem Verkehr \u00fcbergeben. Zus\u00e4tzlich wurde der Autoverkehr zum Waldparkrestaurant \u201eStern\u201c genehmigt. Die heutige Steubenstra\u00dfe war \u00fcbrigens damals auf 40 Meter Breite angelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 21. August 1932 waren 40.000 Besucher am Strandbad, der Rekord vom 15.\u00a0Juni 1930 mit 30.000 Besuchern gebrochen. Auf jeden Meter Strand kamen 40\u00a0Menschen! Es wird berichtet, dass 873 Kraftfahrzeuge abgestellt wurden und der Parkplatz zu klein sei. Die sch\u00f6nen kanadischen Pappeln wurden im gleichen Jahr gepflanzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dem II. Weltkrieg dauerte es eine ganze Weile, bis 1949 das verw\u00fcstete Strandbad wieder er\u00f6ffnet wurde. Die Buslinien verkehrten zun\u00e4chst nur samstags und sonntags und die Motorboote Lohengrin und Saarpfalz fuhren wieder vom Lindenhof zum Strandbad. Der Pfingstmontag brachte 5.000 Besucher, die Rekordzahl an einem Sonntag 32.000.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oberbaudirektor Els\u00e4sser sprach damals auf der Strandpromenade \u00fcber die Bedeutung des Mannheimer Strandbades f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Mit der Herstellung der Anlage 1927 habe man die Absicht verfolgt, der Bev\u00f6lkerung einen kostenlosen Badestrand zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahme, so sagte er, habe sich als sehr segensreich erwiesen, denn Hunderttausende finden hier im Laufe der Sommermonate Erholung. Die hohen Besuchsziffern zeigten dabei deutlich, wie sehr das Strandbad zu einem Teil der Stadt Mannheim geworden sei. Obwohl das Wohnungsprogramm an erster Stelle stehe, sei die Wiederherstellung des Strandbades durchaus vertretbar, da er heute, viel mehr noch als fr\u00fcher, zum Ferienaufenthalt aller derjenigen werde, denen die Mittel fehlen, eine Urlaubsreise anzutreten. Weiter berichtet er, dass die 2 Restaurants in die Obhut von P\u00e4chtern gegeben worden seien, die sich bem\u00fchen werden, die Restaurants im Laufe der Zeit in den urspr\u00fcnglichen Zustand zur\u00fcckzuversetzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die vielen H\u00e4ndler an den St\u00e4nden verkauften damals von der Badehose bis zur Parf\u00fcmflasche, von der Bockwurst bis zum Liegestuhl alles. Auch wurde der Parkplatz um die Eineinhalbfache Gr\u00f6\u00dfe erweitert. Die \u00c4lteren Mannheimer k\u00f6nnen sich sicherlich noch erinnern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1955 wird diskutiert, dass ein Strandbad und zwei Rhein-Freib\u00e4der auf dem Lindenhof nicht ausreichen. Der Pfingstbergweiher wird als Puhlloch, -Seuchengefahr-, beschrieben. Ein \u201eK\u00f6ppchen\u201c k\u00f6nne man in das idyllisch gelegene \u201eDreckloch\u201c \u2013\u201eBaden verboten\u201c &#8211; zwischen Rheinau und Neckarau machen. Der Stollenw\u00f6rthweiher sieht noch nicht wirklich gastlich aus. Das Herzogenriedbad soll 1956 er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es wird das Schwimmbad von Ilvesheim ebenso wie Ladenburg als herrliches Schwimmbad mit gro\u00dfem Becken und weitr\u00e4umiger Liegewiese gepriesen. Weitere h\u00fcbsche Schwimmb\u00e4der sind in Schriesheim und B\u00fcrstadt. Die Stadtverwaltung wird kritisiert, dass die B\u00fcrgermeister der Umlandgemeinden wohl besser w\u00fcssten, was dem B\u00fcrger frommt. Als Fernziel wird ein Freibad in jedem gr\u00f6\u00dferen Stadtteil von der Stadtverwaltung genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch die zunehmende Verschmutzung des Rheins und des Verkehrs auf dem wurde in den Siebzigern das Baden verboten. Es wurde weiterhin halt trotzdem gebadet, ob verboten oder nicht. Mancher h\u00e4nge sich immer noch todesmutig an die bergw\u00e4rts fahrenden Schiffe. Der damalige Stadtrat Robert Dussel erfand als erfundene Berufbezeichnung der verbliebenen Schwimmmeister am Strandbad: Luftbademeister.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und beinahe w\u00e4re aus dem Strandbad ein Thermalbad geworden: Der W\u00fcnschelruteng\u00e4nger Gottfried Mayer wollte in 400 Metern Tiefe unter dem Strandbad eine warme Wasserader entdeckt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1975 verabschiedete sich Mannheim von seinen beiden Flussb\u00e4dern, die seit 1912 und 1928 im Sommer am Stephanienufer vert\u00e4ut waren. Das Strandbad in Neckarau blieb nun alleine als Flussbad \u00fcbrig. Gleichwohl erf\u00fcllt es immer noch seinen 1925 beschlossenen Zweck sehr gut!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Neckarauer Strandbad \u2013 Der Mannheimer Lido &nbsp; Baden in Fl\u00fcssen war in Mannheim schon immer ein beliebtes Vergn\u00fcgen. 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